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Fusion Festival soll mithilfe von innovativem Testkonzept im Sommer 2021 stattfinden

Fusion Festival soll mithilfe von innovativem Testkonzept im Sommer 2021 stattfinden

Während andere große Festivals bereits ihre Absage für 2021 verkündet haben, stellt der Verein Kulturkosmos Müritzsee, der die Fusion veranstaltet, ein innovatives Testkonzept vor, um das beliebte Festival 2021 stattfinden zu lassen.

Jährlich werden auf der Fusion rund 70.000 Besucher erwartet. Das Festival am Müritzsee, knapp zwei Autostunden von Berlin entfernt, gehört seit über 20 Jahren zu den größten Festivals Deutschlands.

Nachdem die Fusion wie wohl alle Großveranstaltungen im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Unsicherheit abgesagt werden musste, soll das Festival 2021 mithilfe einer selbst entwickelten Teststrategie stattfinden können.   

Zukunftsmodell für Großveranstaltungen

Das von den Veranstaltern veröffentlichte Strategiepapier kann als Zukunftsmodell für Großveranstaltungen verstanden werden. Doch noch ist nichts sicher: Behörden prüfen derzeit noch die Umsetzbarkeit des Konzepts, die jedoch auch von zukünftigen Entwicklungen in der Pandemie abhängt.

Die Veranstalter gehen davon aus, dass das Festival stattfinden kann, sollte die Tourismusbranche im Sommer in Mecklenburg-Vorpommern wieder öffnen können, so wie es auch 2020 der Fall war.

PCR-Tests sorgen für Sicherheit

Die vorgestellte Strategie beinhaltet die flächendeckende und massenweise Nutzung von kostenlosen PCR-Tests für alle an der Fusion beteiligten Personen, egal ob Artists, Crews oder Besucher. Getestet werden soll am Anreisetag am Einlass.

Um die Gefahr von Infektionen bestmöglich zu eliminieren, soll es von Samstag auf Sonntag einen weiteren Test für alle sich auf dem Festival befindenden Personen geben, um potentielle Ansteckungsquellen ausfindig zu machen. Wer sich beispielsweise bei der Anreise infiziert hat, wird so identifiziert, bevor er selbst andere anstecken kann. Dies geschieht an den Schleusen vom Festivalgelände zum Campingplatz.

Zur Auswertung aller Tests werde man eigens für diesen Zweck spezielle Test-Labore und -Zentren errichten.

Einlass durch spezielles IT-System

Die Testergebnisse werden in einem speziellen IT-System digital mittels eines Chips im Einlassbändchen erfasst. Zugang zum Gelände erhält nur, wer im Vorfeld nachweislich negativ getestet wurde. Die Wartezeit bis zur Auswertung der Ergebnisse sind in die Abläufe einkalkuliert worden.

Den Besuchern bleibt nach Einlass selbst überlassen, ob sie während der Veranstaltung eine Maske tragen wollen oder nicht. Darüber hinaus könnten künftig auch Impfnachweise das System entlasten. Die Nutzung der Corona-Warn-App wird allen Beteiligten während des Festivals von den Veranstaltern empfohlen.

Perspektive für Kultur und Veranstaltungen

Die Veranstalter wollen mit ihrem Strategiepapier deutlich machen, dass auch für Kultur und Veranstaltungen funktionierende Öffnungsstrategien bestehen und eine Wiederaufnahme des Betriebs möglich ist. Kultur, gesellschaftliches Miteinander und soziale Interaktion seien elementar für ein erfülltes Leben, heißt es in einem Statement auf der offiziellen Seite der Fusion

"Massives Testen ist die Perspektive, wie Kultur auch in der Krise funktionieren und erhalten werden kann. Das Warten auf das Ende der Pandemie ist definitiv keine Perspektive."

Den Veranstaltern ist bewusst, dass der Aufwand und die Mehrkosten einer Veranstaltung unter Coronabedingungen und mit logistisch anspruchsvollen Tests in diesem Ausmaß enorm sind und es Einschränkungen geben werde, diese seien auch notwendig.

Trotzdem wolle man die Chance nutzen und versuchen, durch das ausgeklügelte Hygiene- und Testkonzept so gut es geht zur Normalität zurückzukehren, wenn auch nur für die Dauer eines Festivals.

(Quelle:Fusion Festival soll mithilfe von innovativem Testkonzept im Sommer 2021 stattfinden - Backstage PRO)

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